Archive for the 'Tu was!' Category

Zuversicht. Das ist die wahre Herausforderung. Robert Habeck. Wer wir sein könnten

Robert Habeck, Philosoph, Schriftsteller, Politiker reflektiert in seinem Essay: Wer wir sein könnten. Warum unseren Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht (Köln 2018). Für Habeck, der gerade für kurze Zeit zum beliebtesten deutschen Politiker bewertet wurde, ist dieses eine Art Standortbeschreibung, aus der er heraus Politik betreiben möchte. Hören wir ihm zu:

Es ist die Zeit, sich politisch einzumischen. Die Jahre der Alternativlosigkeit sind vorbei. Sie werden abgelöst durch eine Zeit des politischen Rechtsrucks und der sprachlichen Ideologisierung. Was wir also brauchen ist eine Sprache, die Alternativen zulässt, die offen ist. Für eine Politik, die Vielfalt und Verschiedenheit als Stärke und Reichtum begreift. Dieses Buch ist der Versuch einer Annäherung. (S. 20)

Politik ist Sprache und Sprache ist Politik. Wenn sie eine Wirklichkeit schafft, dann ist immer auch die Frage, welche Wirklichkeit sie schafft. Und wenn das Wie des Sprechens das Was der Politik mit ausmacht, dann ist das Verständnis von  Sprache entscheidend. Es ist nicht schwer, zynisch, populistisch und verbittert zu sein, nicht schwer zu sagen, was nicht geht, nicht schwer andere schlechtzumachen. Trauen wir uns dagegen, offen zu bleiben, angreifbar zu sein, verletzlich zu sein und optimistisch. (S. 127)

Alle Politik ist Fragment. Sie ist nie fertig. Sie ist nie vollendet. Es gibt keine Perfektion. Das Wesen der Demokratie ist Veränderung […] (S. 66)

[…] wie wir einen politischen Raum schaffen, in dem Verschiedenheit und Andersheit gelebt werden können und es dennoch eine Gemeinsamkeit im Suchen von Lösungen gibt. (S. 71)

Heute ist der Wunsch nach Teilhabe ein Wunsch des hoch individualisierten Subjekts, in seinem individuellen Sein erkannt und anerkannt zu werden. (S. 71f)

Foto: Andreas Schönefeld

Wenn eine neue Res publica, eine neue Gemeinsinn-Idee, entstehen soll, dann muss sie die radikale Vereinzelung und Vielfalt aufgreifen und aus ihr heraus das Gemeinsame, Verbindende schaffen. (S. 73)

Durch Vorgaben, Regeln, Verbote erstarrt Sprache, sie stirbt. Eine lebendige Sprache hat dagegen

Continue Reading »

No responses yet

Das Recht auf Verbinden – verbinden

Foto und Design: Andreas Schönefeld

Wir ALLE wollen mitmachen, uns einmischen, unsere Anliegen (Bedürfnisse, Wünsche, Ideen, Sorgen, Nöte, Klagen) nennen, es soll besser werden.

Wir ALLE sollten den anderen hören, seine Anliegen (Bedürfnisse, Wünsche, Ideen, Sorgen, Nöte, Klagen) annehmen, ermöglichen und zusammenarbeiten.

Wir ALLE haben das Recht auf Verbinden.

No responses yet

Zusammen sind wir besser

2018-02-24-1634

„Wenn du schnell gehen willst, geh allein.

Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen.“

Afrikanisches Sprichwort

Zum Thema Entwicklung (Selbst Team Organisation) hier einige Sätze aus der kleinen Geschichte von Simon Sinek (München 2017):

Continue Reading »

No responses yet

Freiwilliges Jahr Beteiligung

„Wir können es besser!“

Acht junge Leute, haben gerade ihr Freiwilliges Jahr beendet und planen Ende 2012, ein eigenes viel besseres Freiwilliges Jahr auf die Beine zu stellen.

Sie haben es geschafft, haben viele begeistert, sie sind ein ganz tolles, vielseitig kompetentes Team. Heute arbeiten (meist ehrenamtlich) 18 junge Menschen für die Ideen eines Freiwilligen Jahres Beteiligung. Seit drei Jahren, seit 2014 haben sie schon in Berlin junge Menschen begleitet und das Freiwillige Jahr Beteiligung etabliert. Die Anliegen der Jugendlichen im Freiwilligen Jahr stehen im Mittelpunkt. Ihr Engagement, ihre Fragen, ihr Suchen, ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ideen, aber auch Sorgen, Nöte und Klagen stehen im Mittelpunkt. Aus dieser eigenen Suche heraus, „wer bin ich und warum bin ich hier?

wer bin ich? warum bin ich hier?, Foto Andreas Schönefeld

wer bin ich? warum bin ich hier?, Foto Andreas Schönefeld

entsteht das Engagement für Bildung, Partizipation und Demokratie. Dieser demokratische Ansatz macht das Erfolgsrezept dieser jungen Truppe und Bewegung aus. Beispielhaft dafür sind eigenen, einsatzstellenübergreifende Projekte oder selbstorganisierte Bildungstage. Das Berliner Team und ihr Freiwilliges Jahr sind ein Leuchtturm, beachtenswert und förderwürdig.

Gestern war das offizielle Abschlussfest und die Zertifikatübergabe an die vierzig Freiwilligen, die ein Jahr lang sich in vielen Berliner Schulen, Vereinen und Einrichtungen engagiert haben. Gemäß dem Motto Aufstehen, Mitreden, Gestalten sprach der Abend für sich. Es gab  Continue Reading »

No responses yet

Robert Habeck wagt was

Er ist Philosoph, Schriftsteller, zur Zeit noch stellvertretender Ministerpräsident Schleswig-Holsteins und dort noch Minister für Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt. In Schleswig-Holstein ist der der beliebteste Landespolitiker.

Robert Habeck, 2009, Foto. Andreas Schönefeld

Robert Habeck wagt was, 2009, Foto. Andreas Schönefeld

Doch all dies hat er aufgegeben. Er sucht mit Risiko die politische Auseinandersetzung. Angst ist nicht sein Ding. Mut und Leidenschaft sind seine Anliegen. Er streitet für unserer Demokratie, übernimmt Verantwortung, macht was: wer wagt, muss jetzt beginnen. Unsere Zeit! ruft er uns zu. Kompromisse und Konflikte sind nicht von Übel. Sie sind der Sinn von Demokratie. Man muss sich den Politiker als glücklichen Menschen vorstellen, so Habeck.

Er kandidiert nicht mehr in Schleswig-Holstein zur dortigen Landtagswahl am 7.5.2017. Mit vollem Risiko kandidiert er bei der Urwahl der Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl im Herbst 2017. Er hat zwei mächtige Gegenkandidaten, Cem Özdemir, Bundesparteivorsitzender, und Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender im Bundestag. Ob er diesen Kampf gewinnt ist offen. Alle Mitglieder der Grünen waren bis Freitag aufgerufen „ihren Boss zu wählen“. Wen die Mitglieder gewählt haben, wird am nächsten Mittwoch, 18.3., verkündet.

Im November 2011 wurde er in Schleswig-Holstein zu fast 100% (103 von 104 Stimmen, ohne Gegenkandidat) zum „Spitzenkandidat“ gewählt.

Was wird nun mit diesem Ausnahmepolitiker?

Robert Habeck analysierte 2016 sein Denken und Handeln im Buch: Wer wagt, beginnt. Die Politik und ich. In diesem zitiert (S. 16) er den französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry: Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer„.

No responses yet

Mitmachen? Wie geht Demokratie?

Valentin Seehausen, 19 Jahre, einer der jüngsten Bundestagskandidaten, Foto Andreas Schönefeld

Valentin Seehausen, 19 Jahre, macht was, einer der jüngsten Bundestagskandidaten 2009, Foto: Andreas Schönefeld

Parteipolitisches Engagement ist das nicht fruchtbar?

Zwänge, nur eine Meinung nach außen vertreten, zu viel Zeitaufwand!

Die Parteien sind doch Minderheitsorganisationen, sie haben so wenige Mitglieder.

Das ist ja peinlich, dass die wenigen Aktiven in den Parteien, so viel politischen Einfluss haben.

Sind nicht viele nur in den Parteien, um Karriere zu machen und um ihre eigenen Interessen zu sichern?

Grüner Parteitag Berlin 2009, Foto: Andreas Schönefeld

Grüner Bundesparteitag Berlin 2009, Foto: Andreas Schönefeld

Wie wäre es wenn?

Wie lässt sich eine Haltung entwickeln, damit sich Politik, Einmischung, Mitwirkung lohnt?

Continue Reading »

No responses yet

Was machst Du für die Gesellschaft?

Engagierst Du Dich in Deiner Gemeinde, im Ort, in Deiner Stadt, im Kiez?
In der Jugendarbeit, in Vereinen, in (Bürger-)Initiativen, in einer Gewerkschaft, als Klassensprecher, in einer Partei?
Was kannst Du geben?

Hier eine kleine Geschichte.

Es passierte nach einer Podiumsdiskussion 2008 vor der Kommunalwahl in der knapp 9.000 Einwohner großen Stadt Niebüll, in Nordfriesland, in Schleswig-Holstein, ganz oben an der dänischen Grenze, vor den Inseln, Föhr, Amrum und Sylt. Vertretern aller Parteien hatten sich im Niebüller Gymnasium (Friedrich-Paulsen-Schule) vorgestellt. Nachher standen wir noch vor der Schule, Anja Rosengren und ich, beide Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Niebüll und Region. Da fragte uns ein junger Mann: „Was sagt Ihr dazu …, was macht Ihr …, müsst Ihr nicht …“. Anja antwortete: „Müssen, müssen wir schon einmal gar nichts“ … und … „was machst Du für die Gesellschaft?“

Valentin Seehausen, Bundestagskandidat 2009, Foto: Andreas Schönefeld

Valentin Seehausen, 2009, Foto: Andreas Schönefeld

Da war es passiert. Diese Frage traf tief.

Continue Reading »

No responses yet

Beteiligungsprojekt in der Kita. Die Werkstatt

Wir haben es „Werk- und Wertstatt“ genannt, „weil man ALLES lieb haben muss“.

Wie kann unsere Werkstatt besser werden? Wir wünschen uns eine richtig gute Werkstatt! Was für Werkzeuge brauchen wir?

Hier nun eine Fotoreportage über das Beteiligungsprojekt: eine Werkstatt für die Kita.

Das Konzept der „Werk- und Wertstatt“ von Andreas Schönefeld hier als PDF: Werkstatt in der Kita, Andreas Schönefeld

Und hier eine Werkzeugliste für eine Werkstatt in der Kita: Werkzeugliste für Werkstatt in der Kita, Andreas Schönefeld

Sammlung der Ideen, Wünsche, Bedürfnisse, Foto: Andreas Schönefeld

Sammlung der Ideen, Wünsche, Bedürfnisse, Foto: Andreas Schönefeld

Foto. Andreas Schönefeld

Foto. Andreas Schönefeld

Werkzeuge für Kinder und Werkzeuge für Kinder nur mit Erwachsenen, Foto: Andreas Schönfeld

Werkzeuge für Kinder und Werkzeuge für Kinder nur mit Erwachsenen, Foto: Andreas Schönfeld

Unser Wunsch: eine tolle Aussenwerkstatt, Foto: Andreas Schönefeld

Unser Wunsch: eine tolle Außenwerkstatt, Foto: Andreas Schönefeld

Continue Reading »

No responses yet

Eigenes Gemüse, ganz einfach, fast überall mit Quadratgärtnern

Ein kleiner Artikel von Marko Heckel hat mich angespornt. Das wollte ich gerne sofort ausprobieren.

Gärtnern nach einem ganz einfachen System. Gemüsebeete teilt man in Quadrate (30×30 Zentimeter) auf. In jedem Quadrat wird nur ein Gemüse, eine Kräuterart ausgesät oder angepflanzt. So kann man seine Erfolge sofort erkennen und nachpflanzen, wenn nötig, oder im Frühjahr wechseln. Zur Abgrenzung kann man Holzleisten über Kreuz zusammen nageln, schrauben oder tackern und einfach auf die Erde legen. Auf den Leisten habe ich mit einem wasserfestem Stift den Namen der Gemüseart geschrieben. Einen Lageplan habe ich vorsichtshalber auch gemacht. Der Trick bei der Sache ist das Muster mit den kleinen intensiv genutzten Quadraten. Das macht richtig Spaß.

Quadratgärtnern im Herzgarten 2, Foto Andreas Schönefeld

Quadratgärtnern im Herzgarten 2, Foto Andreas Schönefeld

Continue Reading »

No responses yet

Postkarte

Werbepostkarte für meine Arbeit als Multiplikator für Partizipation, Foto Andreas Schönefeld

Werbepostkarte für meine Arbeit als Multiplikator für Partizipation, Foto Andreas Schönefeld

No responses yet

Next »