Archive for November, 2013

Kein Respekt. Zwang zur Zweierreihe. Der Kindergartenausflug

Vorne, hinten, an den Seiten die Kontrolleure, die Dompteure, eisern.

Hier wird gedrillt, abgerichtet, angeschnauzt, beschimpft.

Immer im Geiste des vermeintlichen Schützens vor der tödlichen Gefahr.

Nie haben wir einen ähnlichen Drill gesehen

mehr und ein Video dazu in meinem Artikel: Zwang zur Zweierreihe. Der Kindergartenausflug

Foto: Andreas Schönefeld

Foto: Andreas Schönefeld

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Respekt … Respekt … Respekt

Nov 20 2013 Published by under Bildung,Rechte der Kinder,Respekt

Die Überwindung des Egozentrismus

 

Rebecca Wild,  1939, studierte Germanistik, Montessori- und Musikpädagogik. Seit 1961 lebt sie in Ecuador und gründete 1977 mit ihrem Mann die Pestalozzi-Schule „Pesta“, einen Kindergarten und ein Schul- und Fortbildungszentrum, 1998 erschien ihr Buch „Mit Kindern leben lernen. Sein zum Erziehen“. Hier zitiert aus der 4. Auflage, Weinheim, Basel 2011:

 

Unser eigener Reifeprozess steht und fällt aber damit, eigene und die Bedürfnisse anderer ins Gleichgewicht bringen zu können. Unreife Erwachsene sind keine unterstützende Umgebung für Kinder. Ihr eigener Egozentrismus trägt unaufhaltsam zur Zerstörung ihrer Beziehungen bei (S. 140).

 

Gegenseitiger Respekt schließt sowohl autoritäres wie antiautoritäres Verhalten aus (S. 141).

 

Viel schwieriger, als offenes autoritäres Verhalten zu erkennen, ist es jedoch, die ständig untergründige Direktivität von Erwachsenen zu identifizieren, die es besonders gut mit den Kindern meinen.

Sie gebrauchen zwar keine Gewalt, aber sie überreden mit „Liebe“ und sie gängeln, ohne sich selbst dessen bewusst zu sein.

Haben wir ihn aber erst einmal entwickelt, fängt für uns ein ganz neues Leiden an. In tausend Situationen schmerzt uns der Ton, in dem mit Kindern geredet wird (und den wir auch selbst an den Tag legen), und der Drang, Kinder belehren und ihnen Sachen erklären zu wollen, die sie gar nicht so genau wissen wollen; die Unfähigkeit, mit ihnen einfach zusammen zu sein, ohne ihren Willen zu beeinflussen, ihnen Sicherheit geben, ohne ihre Probleme lösen zu wollen (S. 142).

Foto: Andreas Schönefeld

Foto: Andreas Schönefeld

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Keine Kinder in der Natur – die eigentliche ökologische Katastrophe

„Kinder brauchen Natur. Lasst sie raus!“

Andreas Weber,  Autor, Biologe und Philosoph (für diesen Essay, Kinder brauchen Natur. Lasst sie raus! 2010 in GEO, erhielt er den „Deutschen Reporterpreis“). Ein Jahr später erschien sein Buch „Mehr Matsch!“. Mit seinen Kindern Emma und Max schrieb der das „Quatsch-Matsch-Buch: Das Aktionsbuch: großstadttauglich und baumhausgeprüft, 2013. Hier Zitate aus seinem Essay:

 

„Dass Kinder nicht mehr in der Natur auftauchen, ist die eigentliche ökologische Katastrophe“ (S. 143)

 

Andreas Weber, ich bin ihm so dankbar für seine Beiträge. Daher bitte auch meinen früheren Artikel (Jan. 2012) lesen: … Andreas Weber rüttelt wach.

 

Kinder benötigen Natur als die Pforte zur Innenseite der Welt. Sie ist das Tor, das sie mit ihrer eigenen Herkunft verbindet, und das zugleich alle Erfahrungsmöglichkeiten ihrer eigenen unbekannten Lebendigkeit bereithält. Kinder erfahren am anderen Wesen und am lebenden Netz der Natur zentrale Kategorien von Lebendigkeit. Sie erfassen sie von der „Innenseite“ der Lebendigkeit. Sie erfahren, was es heißt, und was es für sie heißen könnte, lebendig zu sein. Aber ihnen werden diese Kategorien nicht durch abstrakte Beobachtungen zuteil (und schon gar nicht durch steriles Pauken), sondern indem sie ihnen zugehören. Kinder erfahren sie auf die gleiche Weise, wie sie erfahren, was es heißt, geliebt zu werden und zu lieben, nämlich indem sie daran teilnehmen“ (S. 201).

Foto: Andreas Schönefeld

Foto: Andreas Schönefeld

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Natur ist nicht gefährlich …

… und Kinder schützen sich selbst

 

„Bei der Zähmung der Risiken gehen Kinder übrigens recht systematisch vor. Zum einen zieht es sie in ihrem Spiel genau dorthin, wo sie ihre Grenzen Schritt für Schritt ausloten können und sich damit ein Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten aufbauen können. …

Foto Andreas Schönefeld

Foto Andreas Schönefeld

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Reisende in Sachen Demokratie

In einem früheren Artikel „Demokratie im Koffer. Treffen der Moderatoren für Kinder- und Jugendbeteiligung“ schrieb ich

Foto: Andreas Schönefeld

Foto: Andreas Schönefeld

über das jährliche Treffen der Moderatoren in Schleswig-Holstein 2011,

über Ansätze und Projekte in ganz Deutschland

und über das bundesweite Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung

Hier Zitate aus ihrem Positionspapier:

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Yasmina tritt aus! Zwei Jahre Einsatz für mehr Demokratie in der SPD

Nov 18 2013 Published by under offene Parteien

Yasmina Banaszczuk

wird von Juliane Löffler in der Wochenzeitung „der Freitag“ vom 14.11.13 porträtiert.

Sie machte Vorschläge zu mehr Demokratie in der SPD.

„Wir wollen mehr Demokratie wagen“ (Willy Brandt).

Nun ist sie nach zwei Jahren frustriert ausgetreten

(siehe Ihren Blog).

 

Foto: Andreas Schönefeld

Foto: Andreas Schönefeld

 

Naiv oder konsequent?

Ein Lehrstück über  Parteien und Demokratie!?

Auf der online-Seite des Freitags der Artikel mit Kommentaren.

Hier und hier weitere Diskussionsbeiträge dazu.

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Valentin tut was. Parteien müssen sich öffnen

Was tust Du?

Parteien müssen offener werden?

 

Engagierst Du Dich in Deiner Gemeinde, im Ort, in Deiner Stadt?

In der Jugendarbeit, in Vereinen, in (Bürger-)Initiativen, in einer Gewerkschaft, als Klassensprecher, in einer Partei?

Was kannst Du geben?

 

Bevor ich aufliste, was Parteien heute machen könnten, um wieder offener, demokratischer, bürgernäher zu sein, erzähle ich noch schnell eine Geschichte.

Es passierte nach einer Podiumsdiskussion vor der Kommunalwahl 2008. Vertretern aller Parteien hatten sich im Niebüller Gymnasium (Friedrich-Paulsen-Schule) vorgestellt. Nachher standen wir noch vor der Schule, Anja Rosengren und ich, beide Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Niebüll und Region. Da fragte uns ein junger Mann: „Was sagt Ihr dazu …, was macht Ihr …, müsst Ihr nicht …“. Anja antwortete: „Müssen, müssen wir schon einmal gar nichts“ … und … „was machst Du für die Gesellschaft?“

Da war es passiert. Diese Frage traf tief. Der junge Mann hieß Valentin Seehausen. Anfang 2009 trafen sich Anja und Valentin zufällig in Niebüll. Valentin hatte diese Frage oft und lange hin und her gedreht, sie hatte sich bei ihm eingenistet. Nun war es soweit. Er wollte was tun! Wir suchten gerade einen geeigneten Kandidat für den Bundestagswahlkampf. Valentin wurde unser Kandidat.

Valentin Seehausen Bundestagskandidat 2009, Foto: Andreas Schönefeld

Valentin Seehausen Bundestagskandidat 2009, Foto: Andreas Schönefeld

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Tu was! Einfach die Welt verändern

 

Tu was! 77 Tipps für eine bessere Welt, Hg: Greenpeace Media GmbH, Hamburg 2011

 

Es gibt nichts Gutes. Außer: man tut es. Erich Kästner

 

 

Einfach die Welt verändern. 50 kleine Ideen mit großer Wirkung. Hg: we are what we do, München/Zürich 2006.

 

 

50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verändern, Hg: Ines Pohl, Frankfurt/Main 2010.

 

Wir sollten niemals daran zweifeln, dass eine kleine Gruppe engagierter Bürger die Welt verändern

kann; tatsächlich sind sie die Einzigen, die das jemals getan haben.

Margaret Mead, US-amerikanische Anthropologin

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Foto: Andreas Schönefeld

Foto: Andreas Schönefeld

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Beteiligung und Bürgermacht in der Kommune

Demokratie heißt,

sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen“ (Max Frisch)

 

Aber wie gelingt dies? Was könnte jede/r machen? Wie soll man sich engagieren, wenn man in Armut lebt, keinen Arbeitsplatz hat, Hartz-IV-Betroffener ist, wenn viele am gesellschaftlichen Leben kaum teilnehmen können, weil sie nicht genügend Geld haben?

 

Meist stöhnen die politischen Parteien und Fraktionen in den städtischen Parlamenten über die viele, viele Arbeit und über die wenigen, wenigen Mitglieder. Wie gelingt es, dass Demokratie, Politik und das Einmischen in die eigenen Angelegenheiten wieder besser zu einander kommen? Wie gelingt es, gemeinsam öffentlich zu debattieren und zu handeln? Streit, Kompromiss, Aussöhnung und Solidarität im politischen Engagement für die eigene Stadt oder Gemeinde würden doch stark und glücklich machen.

Wie öffnen sich die starren Formen des repräsentativen Politiksystems und des Verwaltungshandelns gegenüber den Mutbürgern, gegenüber zeitlich befristeter Mobilisierung zu einzelnen Themen und Projekten?

Wie kann die außerparlamentarische Vielfalt, Professionalität, der Sachverstand und die Expertise genutzt werden, um Gesellschaft zu gestalten?

Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager, Foto: Andreas Schönefeld

Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager, Foto: Andreas Schönefeld

Das Wissen und Engagement der Vielen macht für den Politikwissenschaftler Roland Roth unsere Gesellschaft zukunftsfähig. In seinem im Herbst 2011 erschienen Buch „Bürgermacht. Eine Streitschrift für mehr Partizipation“ analysiert er die Krisen der Demokratie.

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Kultur und Haltung

Beschweren erlaubt!

10 Empfehlungen zur Implementierung von

Beschwerdeverfahren in Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe

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„Das Vorhandensein formell festgeschriebener Beschwerdeverfahren allein reicht nicht aus, um zu sichern, dass Kinder und Jugendliche diese auch in Anspruch nehmen. Vielmehr müssen weitere Bedingungen erfüllt sein, damit Kinder und Jugendliche sich ermutigt fühlen, ihre Anliegen und Beschwerden zu äußern.

 

Entscheidenden Einfluss auf die Nutzung der strukturell verankerten Verfahren haben die Kultur einer Einrichtung und die Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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